naturphilosophie

   

ach wär ich nur ein rammelbock
im wald auf weitem feld
selbst wo die stadtbahn kreuzt und rast
wär mir ne gute welt

mein leben hätte seinen sinn
sobald die zippe kommt
und zeigt was ich zu machen hab
bediente ich sie promt

ich teilte meine tage nicht
in gut und schlechte ein
und wär ein fuchs für mich zu schlau
dann hatt´s halt sollen sein

ich visionierte nicht herum
was aus der erde wird
hätt nicht nach meinem wert gefragt
und nicht dabei geirrt

willst wirklich du mich rammelbock
allein auf weitem feld
dort wo die stadtbahn kreuzt und rast  
ist´s schlecht um mich bestellt

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Published in: on 14. März 2010 at 07:26  Schreibe einen Kommentar  
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ins licht

   

lass die lockende liebe

die sich nicht setzt

pfauenaugenbunt

dich nur wirbelnd zerfetzt

 

im alten schrank

romanzt die klamotte

als vom licht überraschte

kleidermotte

 

sie frisst bis als adam

ich vor dir stehe

und du mich siehst

wie ich dich sehe

 

ich schenke dir zeit

mein ganzes leben

versponnen lass uns

wäsche weben

 

doch jetzt komm zu mir

in kleidern nur

die zur hochzeit dir schenkte

mutter natur

 

Published in: on 19. Februar 2010 at 11:52  Schreibe einen Kommentar  
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vom oktopussieren

   

knochig und steif ja das sind meine
um deinen körper sich windenden beine
wie mühsam umklammre ich dich
bereit
für den einen moment der eins-samkeit

ach hätten wir nur der arme acht 
ineinander verschlungen in solcher nacht
dass von außen man nur noch erkennen kann
eine glühende kugel im ozean

du aber sähst uns im salzwasserschmutz
glubschäugig mich und im fluchttintenschutz
denn wo gäb es solche orgasmusse
für saugnapfbenarbte oktopusse

Published in: on 18. Februar 2010 at 11:56  Schreibe einen Kommentar  
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