Mückarus

   

Ich wäre gern im regenwald und auch am Gelben Fluss,

am Rio Grande Nord und Süd bevor es heißt ´s ist schluss

ich breitete die schwingen aus und flöge einfach los

wenn ich denn will dann ist für mich kein ziel der welt zu groß

warum nur sagst du zügle dich! ich sei doch nur ein mück

komm einfach mit versuch es doch ein klitzekleines stück

hier lockt mich nicht der schweißgeruch nicht altbekanntes blut

solch leben gibt’s auch anderswo und mindestens so gut

was bist du für ein Dädalus der klebt an dem was geht

ich ahne unsern Winter schon dann sind wir zwei verweht

denkst du dass ich im meer ertränk hoch oben wohl erfrör

denkst du dass ich im fernewahn die richtung gleich verlör?

bald komm ich an in Schönefeld mit technik groß und breit

die hebt mich hoch vom boden ab zur erde andern seit´

tief unten stört kein ozean im flugzeug als versteck

ich breite meine flügel aus und sirre einfach weg

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Published in: on 26. März 2010 at 07:15  Schreibe einen Kommentar  
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Ansprüche

   

Bald fliege ich

nach meinem tag

zum komposthaufen der zeit

einige worte

werden die würmer

überleben

 

wäre gern sandkorn

in der götterwüste

mit pyramiden

ohne pharaonen

 

will das kind sein

das ruft

der könig ist nackt

 

die sanduhr

dreht sich

ohne meine hände

 

Published in: on 2. Januar 2010 at 06:51  Schreibe einen Kommentar  
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Trauriges Kampflied

   

Werde ich zum markt getragen

schaue ich so traurig aus

denn ich fühl mich nirgends sicher

menschen sehn wie schlachter aus

gebt mir eine lanze

mühlen überall

wenigstens ging ich aufs ganze

kämpfte bis zum fall

Don oh Don oh Don Quichoote, Don, oh Don, oh Don Qichott´

Don oh Don oh Don Quichoote, warum nicht der Lanzelot

oben fliegt der storch nach süden

kommt zurück wenns ihm gefällt

warum hab ich keine flügel

zu entfliehn der kalten welt

gebt mir eine lanze …

Don oh Don …

Werde ich zum markt getragen

sind die arme federlos

und ich schwenk sie auf und nieder

ach wäre ich ein vogel bloß

gebt mir eine lanze…

Don oh Don oh Don Quichoote,…

Published in: on 2. Januar 2010 at 05:59  Schreibe einen Kommentar  
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Aladin

 

Am teppich dem weichen

deute ich geheime zeichen

woran sonst sollt´ es denn liegen

wenn welten zu mir fliegen

 

treib ich abends auf ihm sport

versetzt mich das an manchen ort

der hier nicht ist vielleicht im morgen

verjagt sind einfach alle sorgen

 

geldlos herrlich abgehoben

möcht ich alles leben loben

schäume bilder immer bunter

 

das finanzamt holt mich runter

Published in: on 1. Januar 2010 at 15:50  Comments (1)  
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pegasus turtelt

 

Ich lerne das fliegen
es ist gar nicht schwer
ich brauche nicht flügel
einen stift nur – nicht mehr
 

ich lerne das fliegen
ach komm einfach mit
krall dich bei mir fest
ich fühle mich fit
 

kommt einmal die zeit
und ich stürze ab
dann landen wir beide
in feuchtkaltem grab

solange jedoch
gehört uns die welt
wir lassen den andern
das verlangen nach geld

 

Published in: on 1. Januar 2010 at 15:45  Schreibe einen Kommentar  
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