Ein Arschgedicht

   

Lebte ich am arsch des mondes

hätte ich es gut oh mann

weil wer will am arsch des mondes

ewig lichtlos leben kann

 

bräuchte nicht den mund zum sprechen

um zu kuschen ja mein herr

müsste keine qualen rächen

nicht um hilfe rufen mehr

 

keine hand mit knochenfingern

bräuchte einen griff zu tun

stürme ließen mich nicht schlingern

könnte festgewachsen ruhn

 

bräuchte weder aug noch ohren

müsste sehen nicht und hör´n

keine seele die verloren

könnte meinen frieden stör´n

 

doch ich leb am arsch der erde

klar dass ich da wütend werde

schlägt man weiter mein gesicht

schieß zurück ich per gedicht

 

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Published in: on 5. März 2010 at 08:44  Schreibe einen Kommentar  
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Das Breite-Lied

   

magst du es nicht das fahne schwenken

das immer in die winde lenken

das gerade passende nur denken

 

dann stell dich doch an meine seite

und du gewinnst wie ich an breite

 

suchst du die liebe noch der horen

denkst du du wärest fast verloren

und stopfst dir watte in die ohren

 

dann stell dich doch an meine seite

und du gewinnst wie ich an breite

 

willst du was großes noch erreichen

doch kannst kein fremdes herz erweichen

und deine träume werden leichen

 

dann stell dich doch an meine seite

und du gewinnst wie ich an breite

 

ob wirs zusammen wirklich schaffen

den geist von raffen raffen raffen

ins gestern zu bannen zum begaffen

 

verschlossen ist der zeiten buch

doch komm wir wagen den versuch

 

Published in: on 3. Februar 2010 at 12:25  Schreibe einen Kommentar  
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morgendämmerung

   

bin nitroglycerin

bin dynamit

bleiche bringendes

peroxyd

dem staat der nicht

der meine ist

für den es zeit

dass er sich verpisst

bin brand an

daimler und basf

bekämpf´ jeden

welten verschachernden

chef

trag irokesenfeder

an deutschem kopf

oder mandelaugen

krausen schopf

bin gaucho

auf wasserwerferstrahl

ich komme

komme überall

Published in: on 23. Januar 2010 at 12:39  Schreibe einen Kommentar  
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Trauriges Kampflied

   

Werde ich zum markt getragen

schaue ich so traurig aus

denn ich fühl mich nirgends sicher

menschen sehn wie schlachter aus

gebt mir eine lanze

mühlen überall

wenigstens ging ich aufs ganze

kämpfte bis zum fall

Don oh Don oh Don Quichoote, Don, oh Don, oh Don Qichott´

Don oh Don oh Don Quichoote, warum nicht der Lanzelot

oben fliegt der storch nach süden

kommt zurück wenns ihm gefällt

warum hab ich keine flügel

zu entfliehn der kalten welt

gebt mir eine lanze …

Don oh Don …

Werde ich zum markt getragen

sind die arme federlos

und ich schwenk sie auf und nieder

ach wäre ich ein vogel bloß

gebt mir eine lanze…

Don oh Don oh Don Quichoote,…

Published in: on 2. Januar 2010 at 05:59  Schreibe einen Kommentar  
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