unter fröschen

 

so grau war der frosch
und um ihn herum
strahlten nur schöne grüne
und er suchte morast
als versteck für sich
und als sängers verborgene bühne
so blind war die fröschin
und er sang so schön

quak
und die mücken sie tanzten
und zu end war der tag
als sie rief

oh ich seh ungelogen

wahre farben und deshalb liebe ich dich
du gleichst einem regenbogen
der mich wie ich hoff auch morgen begrüßt

also hat er ihr mücken
in schmackhaften stücken
auf die zärtliche zunge geküsst

als dann kaulquappen schwammen

so viel leben vom laich
da war es so weit zu sehen
es gab nicht nur grüne frösche am teich
das ist doch wohl leicht zu verstehen

 

 

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Published in: on 24. März 2010 at 20:09  Schreibe einen Kommentar  
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naturphilosophie

   

ach wär ich nur ein rammelbock
im wald auf weitem feld
selbst wo die stadtbahn kreuzt und rast
wär mir ne gute welt

mein leben hätte seinen sinn
sobald die zippe kommt
und zeigt was ich zu machen hab
bediente ich sie promt

ich teilte meine tage nicht
in gut und schlechte ein
und wär ein fuchs für mich zu schlau
dann hatt´s halt sollen sein

ich visionierte nicht herum
was aus der erde wird
hätt nicht nach meinem wert gefragt
und nicht dabei geirrt

willst wirklich du mich rammelbock
allein auf weitem feld
dort wo die stadtbahn kreuzt und rast  
ist´s schlecht um mich bestellt

Published in: on 14. März 2010 at 07:26  Schreibe einen Kommentar  
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Nachgesagt

   

Du bist eine hässliche eule

sprach der uhu …

und er lachte leise

was menschen alles

ausbrüten

sie kennen dich nicht

in schöner nacht

dann liebte er sie

und niemand sah zu

Published in: on 8. März 2010 at 07:35  Schreibe einen Kommentar  
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angebot

   

gegen den wind

so muss ich leben

was soll ich es preisen

oder beweisen

so bin ich eben

 

brauchst du eine hand

hör auf sie zu falten

und gib mir die chance

dich festzuhalten

 

wie soll ichs wissen

wenn du nicht fragst
die verborgenen wünsche

mir nicht sagst

 

diese eine nacht

ist verletzten gemacht

in ihrem schmerz

also komm bitte komm

und brich mir das herz

Published in: on 20. Februar 2010 at 11:50  Schreibe einen Kommentar  
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ins licht

   

lass die lockende liebe

die sich nicht setzt

pfauenaugenbunt

dich nur wirbelnd zerfetzt

 

im alten schrank

romanzt die klamotte

als vom licht überraschte

kleidermotte

 

sie frisst bis als adam

ich vor dir stehe

und du mich siehst

wie ich dich sehe

 

ich schenke dir zeit

mein ganzes leben

versponnen lass uns

wäsche weben

 

doch jetzt komm zu mir

in kleidern nur

die zur hochzeit dir schenkte

mutter natur

 

Published in: on 19. Februar 2010 at 11:52  Schreibe einen Kommentar  
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zwielicht

  

ich bin der schatten
an deiner wand
lösch es nicht
das licht

dunkel
ohne schatten
zerbricht

mein gedicht

und leer

bleibt deine hand

Published in: on 16. Februar 2010 at 11:59  Schreibe einen Kommentar  
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kälteeinbruch

   

ich renne

in saunarote haut gehüllt

hinaus in

ewiges eis

brülle deinen namen

forme ihn

zum ball

rolle ihn

über verdeckte wege

umarme

den fertigen schneemann

 

im sturm erstarrend

fürchte ich

frühlingshauch

Published in: on 14. Februar 2010 at 12:02  Schreibe einen Kommentar  
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kein ende der geschichte

   
ausgeh
öhlt.
der baum
der erkenntnis
rissige borke
letzte alte zellen  

mühevoll
wandert wasser
aus edens boden aufwärts
zu tauben blüten
vergeblich
erwartet die schlange
reifende granatäpfel
für unsere süße
vertreibung 

komm eva
erkennen wir uns
zwischendurch
drinnen
im warmen mulch

ehe engel
lucifer uns

die bienen

erfindet

Published in: on 2. Januar 2010 at 06:14  Comments (2)  
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pegasus turtelt

 

Ich lerne das fliegen
es ist gar nicht schwer
ich brauche nicht flügel
einen stift nur – nicht mehr
 

ich lerne das fliegen
ach komm einfach mit
krall dich bei mir fest
ich fühle mich fit
 

kommt einmal die zeit
und ich stürze ab
dann landen wir beide
in feuchtkaltem grab

solange jedoch
gehört uns die welt
wir lassen den andern
das verlangen nach geld

 

Published in: on 1. Januar 2010 at 15:45  Schreibe einen Kommentar  
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wo ich wohne

 

  Er fiel mir einfach ein

der reim in dem ich wohnte

samt seinem grundgerüst

auf dem mein ego thronte

 

er wurde wurde mir zu klein

an diesem reifen tag

mit deinem einen wort

das ich so innig mag

 

hatt´ keine wohnung mehr

und fragte mich wohin

zieh vorerst ein bei dir

such dort des lebens sinn

 

am schönsten jedoch wär

oh würde sich das lohnen

wir fänden reim für zwei

auf dauer drin zu wohnen

Published in: on 1. Januar 2010 at 15:35  Schreibe einen Kommentar  
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