einem kommunisten

 

 immer wieder
hat man dich
knapp verfehlt
nicht erschossen
nicht erschlagen
nicht gedreht

immer wieder
hast du neu gelernt
auch das gute
findet falsche führer

die wege

zur wüste wenden

immer wieder
wahrtest du
wasser

für oasen im sand

irgendwann
stolpern deine beine
über den fernen
lichten horizont

an geschändetes wissen
glaubend
wünsche ich dir
erlösung

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Published in: on 27. Februar 2010 at 11:21  Schreibe einen Kommentar  
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An Johannes R.

   glück ists
im rechten augenblick zu sterben
nicht anzusehen
wie die erste saat zerstört
zuletzt noch fühlen dürfen
was du kannst vererben
und glauben
wem die welt gehört

die zukunft wird so licht
wenn tiefen durchgestanden
die kraft des ich-magneten siegte scheinbar nicht
du sahst den sog des wir den alle fanden
der prägen würde nächster zeit gesicht

das fundament der hoffnung musste halten
es war so vieles neues zu gestalten
und in des vorwärts träumens augenblick
holt´ unsre erde dich zu sich zurück

ein wicht wie ich ist nur zurück geblieben
und fragt wie kann ich jene menschen lieben
die der geschichte rad nach rückwärts drehten
die leicht zertraten was die deinen säten

 doch hoff ich auf noch unentdeckten sinn
dass ich im heute und am leben bin

 

Published in: on 26. Februar 2010 at 11:26  Comments (3)  
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Ahasver

   

Wie langsam dreht sich doch die welt

 

nicht dass wer wunder glauben macht

ihr einen wandel mag verpassen

seh ich doch die

die selber unterdrückt

nicht von den katzentischalmosen lassen

 

bist du der mann der meint

solch hürde wär ihm klein

du hättst die kraft

die Menschheit zu erlösen

allein mit deinem wort

und gehst vorbei an uns

entrückt trotz kreuzeslast gelassen

du lächelst zu dem bösen

im wissen du gehst fort

 

warum nimmst du nicht pein

von dir und und mir und allgemein

wenn du der wunder mächtig bist

der augenblick ist günstig

sie zu zeigen

es ist dem alten volke Davids keine zier

sich unterwürfig vor den herren zu verneigen

 

wirf ab das kreuz und sprich zu menschen die

alltäglich werken

mit und ohne eil

dass hier kein oben

und kein unten bleibe

dass jeder der sein bestes gibt

wie viel dies immer sei

vom Laibe

bekommen möge seinen Teil

 

wie widerst du mich an

dass du vergibst

was menschen wölfisch macht

dass du behauptest

dass du alle liebst

und lässt sie doch zurück

in ihres geistes nacht

 

natürlich bin ich schlecht und ohne herz

durch eignen kummer abgestumpft

für deinen fremden schmerz

ein wolf voll täglicher gewalt

von meinen dreizehn kindern wurde keines alt

 

du sagst ich solle meine feinde lieben?

es sei egal was sie mit mir getrieben?

dein ganzes reden hätt´ nur sinn

vergäbst du mir so wie ich bin

 

sieh

der propheten gab es viel in diesem land

und keiner drunter

der für meinesgleichen hilfe fand

du tust als wolltest liebe du verteilen

ich bräuchte sie und seh dich nicht verweilen

 

so mag er auf mich kommen dieser fluch

wenn du nicht der sein willst der aufbegehrt

das wär´ mir gar unendlich langes leben wert

und dass das blut von

immer wieder neuen wunden färbt mein tuch

 

wer weiß wann jener tag wird kommen

an dem für jeden gleich gerechtigkeit geschieht

und dieses wort vergessen wird

weil niemand etwas andres sieht

ich werde kämpfen

rastlos tag für tag

und dabei immer neue kampfgefährten finden

obwohl

so manchen wird der glaube an die lüge binden

als obs das kuschen wäre das er mag

wenn’s ihn zum golde

das er gerne hätte

zieht

 

ich halte nichts vom hoffen auf den tod

anstatt zu kämpfen gegen jede not

man wird mich treffen in verschiedensten gestalten

für mich niemals im beten hände falten

 

jahrhundert um jahrhundert werd ich sucher sein

kein gnadentod soll mich erlösen

den hass der macht

der dummheit trage ich allein

in keinem grab werd ich verwesen

wie könnte ich verzagen mir verzeihn

bevor die menschen bessre bücher lesen

 

ein freies volk wird kommen

schaffen

bauen

auf seiner kinder zukunft

ohne ängste schauen

die menschheit

die dann reift

die möcht ich sehn

und hoffe wenn sie wirklich einst erreicht

ihr leben deinem

nach dem tode gleicht

dass du mich dann

nicht zwingst

zu gehn

Published in: on 25. Februar 2010 at 11:33  Schreibe einen Kommentar  
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Revoluzzertraum

   

Auf dem nachtschrank

rasselt der bankerkopf

aufstehen!

bevor ich ihn stillklopfe

 

hinter der fensterscheibe

tanzt ein mercedesstern

mit nichtsistunmöglich

brüder zur sonne zur

s-bahn

 

im kleiderschrank

gähnen gene

von boss und basf

hungrigen milben der zeit entgegen

 

auf dem frühstücksteller

ertrinken letzte

alles-meins-flakes

in milch

Published in: on 7. Februar 2010 at 09:23  Schreibe einen Kommentar  
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Nach der Geldzeit

 

1

 

Ich stell mir vor worauf man dann

gäb es kein geld verzichten kann

 

da hätten erstmal klar die banken

die aktienhorter abzudanken

 

wir brauchten keine steuern klären

nicht börsenfuzzis zu ernähren

 

2

 

kein grenzer würde übrig bleiben

es wär egal was wir wo treiben

 

kein polizist hätt´seine not

mit denen ohne täglich brot

 

nur kleine reste würden alt

bei schlichtung ohne staatsgewalt

 

3

 

kein phrasenfreund im parlament

verdirbt der tage happy end

 

kein betteln kriechen „Hartz“almosen

zernagt´ den „wert“ von „arbeitslosen“.

 

kein wochenwerk gehasster stunden

wär „unternehmerisch“ verschwunden

 

4

 

ob Chrysler Kia BMW

sie tun der erde nicht mehr weh

 

als frage auch im autofalle

bleibt nur was gut wär für uns alle

 

wär das profitinteresse weg

ersparte das viel umweltdreck

 

5

 

was tausend kriege schon vernichtet

wird zwar nie wieder neu errichtet

 

doch wärn sie weg die vielen waffen

die tote krüppel trümmer schaffen

 

weil niemand der sie fabrizierte

noch auf dem erdball existierte

 

6

 

tat früher sehr viel arbeit not

um abzusichern täglich brot

bleibt nicht stupides buckeln klotzen

je mehr vor technik wir nur strotzen

 

wie wenig arbeit könnte reichen

die welt an reichtum anzugleichen

 

das erdengut wir werdens teilen

gemeinsam kreativ verweilen

einander nicht mehr fertigmachen

worüber fremde konten lachen

 

7

 

glaubt ihr dann gäb es nichts zu tun

ein jeder würde geldfrei ruhn?

 

man ränge auf dem erdenrund

dass wer da lebt auch wär gesund

 

dafür dann lohnten sich auch mühen

wer wollt´nicht vor ideen sprühen

 

8

 

wär keiner arm und keiner reich

wär überall ein jeder gleich

 

man malte schriebe musizierte

man spielte lernte phantasierte

gemeinsam mal und mal alleine

man hülfe nachbarn auf die beine…

 

welch leben voller poesie

dahin kommt heut´ nicht fantasie

 

9

 

ich stell mir vor was alles dann

gäb es kein geld sich ändern kann

 

doch bin ich dafür leider zu allein

das muss ein werk von vielen sein

 

wie viel könnt mensch wohl noch erreichen

zerstörte er nicht seinesgleichen

 

 

Published in: on 2. Februar 2010 at 09:31  Schreibe einen Kommentar  
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Sagen wird man über unsre Tage

   

Sagen wird man über unsre tage

den einen wettbewerb

den hatten sie verloren

groß war ihr mund

die kehle ohne frage

jedoch dem mahnen wehrten sie die ohren

 

sie kauten schwer und lange noch an diesem erbe

doch erst durch ihren neuen anbeginn

so ist nun mal das menschliche gewerbe

bekamen Marx und Einstein endlich sinn

Published in: on 27. Januar 2010 at 15:42  Schreibe einen Kommentar  
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Nach uns nicht die sintflut

   

sollte einmal

endlich in frieden
die einsicht grünen
was uns menschen

wirklich nutzt
wird niemand mehr
tauschwertig
als zu leicht befunden

jeder keim bringt

jemandem
die richtige frucht

nutze dich
wird man sagen
dreh dich 

im licht
rundum erblühe und
ernte dich


arbeit ist
kunst wie

kunst
arbeit

fehlender besserer worte wegen und

weil dies ungeborene kind

nach einem namen schreit

nennen manche diese zeit

kommunismus

Published in: on 24. Januar 2010 at 12:30  Schreibe einen Kommentar  
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morgendämmerung

   

bin nitroglycerin

bin dynamit

bleiche bringendes

peroxyd

dem staat der nicht

der meine ist

für den es zeit

dass er sich verpisst

bin brand an

daimler und basf

bekämpf´ jeden

welten verschachernden

chef

trag irokesenfeder

an deutschem kopf

oder mandelaugen

krausen schopf

bin gaucho

auf wasserwerferstrahl

ich komme

komme überall

Published in: on 23. Januar 2010 at 12:39  Schreibe einen Kommentar  
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