der bär

  

immer wieder
wenn der winter
ihm den speck genommen
kommt er
aus seiner höhle
leckt vom versteckten honig
und schaut
nach den menschen 

 

enttäuscht merkt er
sie sind noch immer
keine bärinnen

 
so frist er sich
neuen speck an
für die heimische hö
hle

er hat zeit

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Published in: on 13. März 2010 at 07:28  Schreibe einen Kommentar  
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Wintergedicht

   

Liebe gute schneeballflocke

sieh wie ich am fenster hocke

seh dich draußen lustig tanzen

bin erkältet ptschi im ganzen

 

oh wie quält mich husten fieber

ich wär draußen auch viel lieber

möchte frei sein so wie du

tobte rum hätt keine ruh

 

ach wie quält mich omama

ist schon mit ner decke da

mit dem fieberthermometer

mit dem spruch „ins bettchen peter!“

 

warte nur du weißer schuft

bald hat meine nase luft

sonne lacht in stiefeln patsch

ich herum und du bist matsch

Published in: on 4. März 2010 at 07:42  Schreibe einen Kommentar  
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Am Wintermorgen

   

auf straßen und steigen

eine frisch gewebte decke

gefrorenen atems

schuldiger wie unschuldiger

 

dicker reif

streichelt schlafende fahrkäfige

geschmückt ihre scheiben

mit bizarren blumenbildern

vom liebeskrank klirrenden frost

 

achtlos zur arbeit aufbrechende

kratzen an der idylle

bald haben sich

spuren in spuren verloren

Published in: on 2. Januar 2010 at 06:42  Schreibe einen Kommentar  
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